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日志


10月22日

Putzmarathon


Vorhin hat es mich gepackt.
Unerwartet.
Gnadenlos.
Trotz großer Müdigkeit ließ es mich nicht ruhen.
Diese Küche hat mich nur noch angeekelt.

Und so habe ich zwei Stunden lang etliche Schandflecken beseitigt, für die sich kein Mensch in dieser Wohngemeinschaft zuständig fühlt.
Den Fettfilm auf den oberen Schränken vergeblich zu entfernen versucht und anschließend wenigstens mit frischem Zeitungspapier abgedeckt.
Mehrere verbeulte, zerkratzte Pfannen entsorgt. Das Tellerfach sortiert. Die Putzmittelkiste entrümpelt. Das Gewürzbord aussortiert.
Die Spinnweben in allen Ecken entfernt.
Alte Telefonbücher zum Altpapier gebracht.
Durchgebrannte Neonröhren entsorgt.
Zerbröselnde Kerzen weggeworfen.
......

Von Zeit zu Zeit habe ich solche Anfälle.
Ordnen.
Klarheit schaffen.
Strukturen ins Chaos bringen.
Überflüssiges entfernen.
Nur das wesentliche und nützliche behalten.




10月21日

Tzzz

So ein blödes Arschloch!!!!!!! Ahhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!
Beinahe, und das ist jetzt ohne jegliche Übertreibung, hätte ich vor Wut und Verzweiflung sonst was an die Wand geknallt.
Mein Vater ist ein dermassenes Arsch.
Diese beschissenen Machtspielchen.
Meine beschissene Abhängigkeit von seinem Geld,.
Was bringt mir Geld, wenn bei so Sachen wie eben
-immer wieder wenn ich es gerade vergessen hatte und krampfhaft einen positiven Aspekt an ihm gesehen hatte (denn man soll ja immer das positive im Menschen sehen) -
rauskommt, dass mein Vater für mich immer nur in Form finanzieller und nie in Form persönlicher Zuwendung existiert hat.

Er ist nicht existent in meinem Leben und ich nicht in seinem.

Ich interessiere ihn einen feuchten Dreck. Ihm ist es egal wie es mir geht, was ich mache, was mir Freude und was mir Kummer bereitet.
Er nimmt mich doch nur wahr, wenn ich gegen die Grenzen renne, die er steckt, um seine "Belange", seine Machtbefugnisse zu schützen.
Er schränkt mein Leben ein. Er ist gegen diese Ausbildung. Das wie und warum ist egal. Was es mir bedeuten: egal. Dass ohne Geld das hier nichts wird: egal. Als ich ihn anfangs davon erzählte, hatte ich noch nicht mal ausgesprochen, da hab ich an seinem Gesicht schon das nein gesehen.

Da ist kein Vertrauen in meine Person, meine Vernunft, meine Fähigkeiten.

Ich bin für ihn doch nur eine finanzielle Pflicht .
Ich besitze keinerlei Wichtigkeit für ihn.
Das war schon immer so.